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Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Mi 17. Jun 2026, 21:13
von Piwi
Moin Leute!
Ich war auf der Suche nach einer neuen Werkstatt, um mein Pony mal auf einen sauberen technischen Stand zu bringen. Habe in letzter Zeit ja schon wieder etwas in neue Pertronix investiert, den Vergaser überholt, aber so richtig rund bekomme ich den Wagen nicht.
Habe dann eine Werkstatt gefunden und ihr einen Besucht abgestattet. Schon nach wenigen Sätzen zu meinen aktuellen Arbeiten und vor allem zum Thema Vergaser wurde ich gefragt, warum ich nicht auf Edelbrock umsteige. Also neue Ansaugspinne und neuen Vergaser. Das soll wohl alles auf Dauer einfacher zum einstellen und nicht so Wartungsintensiv sein. Als ich dann den Einwand zum Thema Originalität brachte wurde das weggewischt und gesagt, dass selbst potenzielle Käufer eher auf "technisch in Ordnung" schauen als auf "alles Original".
Wie ist denn eure Meinung dazu? Habe ich mit Edelbrock tatsächlich weniger "Probleme"? Also einmal einstellen und läuft immer sauber?
Und wie ist es, wenn ich den Wagen mal verkaufen will? Ist da der ursprüngliche Autolite 2100 wirklich unwichtig?
Ich weiß auch, dass ein Autolite 2100 gut eingestellt werden kann und man dann auch wenig Probleme hat, bitte nicht falsch verstehen. Aber ich habe aktuell keinen gut eingestellten und das war einer der Punkte, die in der Werkstatt erledigt werden sollten

Re: Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Mi 17. Jun 2026, 21:36
von ray3012
Also ich würde auf jeden Fall primär jemand suchen der mir den Autolite richtig einstellen würde. Der Vorschlag mit Edelbrock klingt mir eher nach jemandem der nicht so tief in der Materie drin ist. Und mit dem Mehrwert von Edelbrock - daran glaube ich persönlich nicht. Ich bin mal gespannt was andere aus dem Forum dazu sagen.
Viele Grüße Rainer
Re: Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Do 18. Jun 2026, 08:41
von Bijallasschronz007
Andere Werkstatt suchen.
Re: Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Do 18. Jun 2026, 08:51
von torf
Der Autolite 2100 ist ab Werk verbaut und millionenfach bewährt. Er ist einfach aufgebaut und ohne Probleme zu überholen. Wenn der Motor nicht richtig läuft, sollte erstmal geprüft werden woran es genau liegt.
Der Umbau auf einen Ede inkl. der Ansaugbrücke kostet über 1000€ - damit muss das Problem nicht behoben sein (habe nicht erkennen können, welches Problem überhaupt vorliegt). Der Umbau würde den Wagen ein wenig spritziger machen, allerdings muss der Vergaser auch auf den Motor abgestimmt werden. Ob die Werkstatt das auf dem Schirm hat ist fraglich.
Wie schon geschrieben: Anderen Schrauber aufsuchen, der nicht sofort Teile tauschen möchte.
Re: Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Do 18. Jun 2026, 10:38
von Red Convertible
Hi,
habe einen überholten Autolite 2100 von Timon bekommen.
Das Teil war wie neu und ließ sich sauber einstellen.
Mir war zwar die Originalität am gesamten Pony nicht so mega wichtig, allerdings am Motor schon, weil hier der Umbau auf einem Vierfach-Vergaser, wenn man es mit mehr Druck und Leistung verbindet, auch Eingriffe an Zylinderköpfe und Auspuffanlage erfordert hätte.
Da der Motor aber mit dem überholten Autolite sehr gut und sauber lief, wäre jeder weitere Euro rausgeschmissen Geld und Zeit gewesen.
Wenn dein Vergaser sich nicht sauber einstellen lässt, muss das ja eine Ursache haben. Die sollte zuerst ermittelt werden, bevor man wild Teile austauscht und unnötig viel Kohle investiert.
Mach es wie beim Arzt, hol dir eine zweite Meinung ein und entscheide dann wie es weiter geht.
Re: Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Do 18. Jun 2026, 11:39
von SpyderRyder
Inzwischen bin ich auch um einige Erfahrungen reicher. Teils angelesene, in diesem Forum oder auch im US-Forum und im schwedischen Forum, teils aber inzwischen auch eigene.
Bei mir saß beim Kauf im August 2024 ein völlig ausgenudelter 4-fach Holley auf dem Motor, der wiederum ein AT-Motor war, der um 2012 als Gebrauchter seinen Weg in meinen Wagen fand.
Da war der neu gekaufte Edelbrock, ebenfalls 4-fach, für um die 650 Euro eine schnelle Lösung, die keine weiteren Anpassungsarbeiten nach sich zog und seit dem störungsfrei und wartungsfrei funktioniert. Auto läuft in allen Lebenslagen soweit gut, ist ausreichend trinkfest und hat auch für unsere schwedischen Landstraßen hier oben mehr Schub als man legal ausnutzen darf. Will sagen: der Edelbock hat quasi out-of-the-box sofort funktioniert.
Trotzdem würde ich vermutlich heute einen originalen Autolite 2100 samt passender Ansaugspinne vorziehen. Ein ansonsten serienmäßiger Standard-Schlichte-Fichte-C-Code generiert vermutlich keinen nennenswerten Vorteil aus einem Doppel-Registervergaser (vulgo 4-fach Vergaser).
Jetzt bleibt es erstmal, wie es ist. Irgendwann wird mal eine Motor-Überholung anstehen, dann sehen wir weiter.
Re: Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Do 18. Jun 2026, 14:58
von DukeLC4
Piwi hat geschrieben: ↑Mi 17. Jun 2026, 21:13
Moin Leute!
Ich war auf der Suche nach einer neuen Werkstatt, um mein Pony mal auf einen sauberen technischen Stand zu bringen. Habe in letzter Zeit ja schon wieder etwas in neue Pertronix investiert, den Vergaser überholt, aber so richtig rund bekomme ich den Wagen nicht.
Habe dann eine Werkstatt gefunden und ihr einen Besucht abgestattet. Schon nach wenigen Sätzen zu meinen aktuellen Arbeiten und vor allem zum Thema Vergaser wurde ich gefragt, warum ich nicht auf Edelbrock umsteige. Also neue Ansaugspinne und neuen Vergaser. Das soll wohl alles auf Dauer einfacher zum einstellen und nicht so Wartungsintensiv sein. Als ich dann den Einwand zum Thema Originalität brachte wurde das weggewischt und gesagt, dass selbst potenzielle Käufer eher auf "technisch in Ordnung" schauen als auf "alles Original".
Wie ist denn eure Meinung dazu? Habe ich mit Edelbrock tatsächlich weniger "Probleme"? Also einmal einstellen und läuft immer sauber?
Und wie ist es, wenn ich den Wagen mal verkaufen will? Ist da der ursprüngliche Autolite 2100 wirklich unwichtig?
Ich weiß auch, dass ein Autolite 2100 gut eingestellt werden kann und man dann auch wenig Probleme hat, bitte nicht falsch verstehen. Aber ich habe aktuell keinen gut eingestellten und das war einer der Punkte, die in der Werkstatt erledigt werden sollten
Hi,
ob ein originaler 2100 Vergaser installiert ist, ist bei einem Verkauf völlig egal.
Die meisten Mustang Fahrer wissen sowieso nicht was das ist und wollen nur das die Kiste gut läuft.
Wenn Du was besonderes hättest, einen K-Code, Shelby...da ist Originalität extrem wichtig, aber bei einem
Millionenfach produzierten Auto ist das ziemlich egal.
Generell sind die Holley und Edelbrock "Universalvergaser", die aus der Packung raus auf einem Chevy, Ford, allem möglichen von 289 bis 428 laufen müssen. Deswegen sind sie zu fett abgestimmt, den ein fetter Vergaser läuft besser wie ein zu magerer.
Das heißt damit so ein Vergaser richtig gut läuft sollte er auf den Motor abgestimmt werden.
Das ganze ist bei deinem Autolite 2100 von den Ford Ingenieuren schon erledigt worden.
Die Einstellmöglichkeiten am 2100 sind sehr gering, es gibt die Leerlaufdrehzahl und das Leerlaufgemisch, wenn es Probleme mit dem
Kaltstart gibt kann man den Choke noch etwas justieren.
Das ist eigentlich nichts wofür man eine Werkstatt braucht, oder was nicht in der Werkstatt in 30 Minuten erledigt ist um zu sehen ob der Vergaser ok ist oder nicht. Die 2100 sind absolut genügsam und überhaupt nicht komplex.
Gruß
Patrick
Re: Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Fr 19. Jun 2026, 05:29
von Piwi
Vielen Dank für eure Meinungen. Ich bin auch kein Freund von "einfach Tauschen"
Normalerweise sollte das Einstellen von Vergaser und Zündung wirklich kein Problem für eine vernünftige Werkstatt sein.
Mein "Problem" ist, dass mein Wagen im Leerlauf mit 850 Umdrehungen läuft, warm kaum anspringt, zu fett läuft und meine Fliehkraftverstellung nicht sauber funktioniert. Und ich bekomme den einfach nicht richtig eingestellt... aber das ist eher was für den Technik-Bereich
Daher die Suche nach einer neuen Werkstatt. Aber als ich gesagt bekam, dass ich doch einfach nur auf Edelbrock umstellen muss, wurde ich eher skeptisch.
Und ja, ich habe "nur" einen C-Code, also wirklich Massenware. Vielleicht brauche ich da nicht so auf die Originalität achten, aber ich will auch nicht einfach 1000 Euro investieren, wenn eine Werkstatt mir Vergaser und Zündung auch innerhalb einer Stunde für einen Bruchteil davon einstellen kann.
Re: Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Fr 19. Jun 2026, 11:15
von Red Convertible
Hallo Patrick,
wenn deine Fliehkraftverstellung nicht richtig arbeitet, sollte nach der Ursache dafür gesucht werden.
Häufig fehlt da nur ein bisschen Schmiere auf den Kunststoff-Gleitstücken der Grundplatte, damit diese wieder bis Anschlag verstellen kann.
Kannst du sehr einfach prüfen.
Verteilerkappe an den beiden Klammern lösen und mit samt der Zündkabel auf die Seite legen.
Verteilerfinger langsam gegen die Federkraft der Fliehkraftverstellung bis Anschlag verdrehen und dann schlagartig loslassen.
Springt der Verteilerfinger sofort in die Grundstellung zurück, ist dort alles in Ordnung.
Geht der Verteilerfinger nur träge oder gar nicht zurück, klemmt es an der Grundplatte, oder eine der beiden Federn ist lahm oder gebrochen.
Das sind alles Dinge, die man mit etwas Geschick selbst prüfen und sogar reparieren kann.
Wenn du nicht weiter weißt, frag hier im Forum um Rat.
Übrigens, auch wenn ein C-Code immer wieder als ,,Massenware" degradiert wird, heißt das nicht, das dieser nicht zuverlässig funktionieren kann, sonst hätte sich diese Motorisierung sicher nicht so häufig verkauft.
Der absolut seriennahe C-Code in meinem ehemaligen 66'er Cabrio schafft noch heute die in den Papieren eingetragene Höchstgeschwindigkeit und zieht sauber und ohne ruckeln durch.
Dieses Verhalten konnte ich aber erst, mit dem von Timon überholten Vergaser erreichen, vorher hatte ich ständig Probleme mit Magerruckeln beim Beschleunigen.
Re: Edelbrock-Erweiterung als Benefit?
Verfasst: Fr 19. Jun 2026, 13:27
von SpyderRyder
Piwi hat geschrieben: ↑Fr 19. Jun 2026, 05:29
...
Mein "Problem" ist, dass mein Wagen im Leerlauf mit 850 Umdrehungen läuft, warm kaum anspringt, zu fett läuft und meine Fliehkraftverstellung nicht sauber funktioniert. Und ich bekomme den einfach nicht richtig eingestellt... aber das ist eher was für den Technik-Bereich
...
Dann gibt es aber doch mehrere Problem(chen), die du angehen solltest, bevor du a) 1000 Euro investierst und dann b) enttäuscht bist.
Leerlauf 850 finde ich jetzt nicht bedenklich, ist aber nur ein Dreh an der Schraube, um das zu justieren. Niedrigste Priorität.
Springt warm kaum an - also nicht, dass ich dir Unkenntnis unterstelle - aber du weißt, dass ein Warmstart / Heißstart ein teils bis ganz niedergetretenes Gaspedal erfordert?
Läuft zu fett - woraus schließt du das? Wie sehen die Kerzen aus? Anbei ein Bild von meinen im vergangenen Winter, nach mehreren 1000 gefahrenen km, davon 2500 mit einem neuen Edelbrock auf C-Code. Für meinen Geschmack eher ein bissel mager, aber ungefähr so sollten sie sein. ELektroden schwarz? Dann läuft er zu fett.
Fliehkraftverstellung - ja gut, das musst du dir wirklich ansehen und kannst das hoffentlich durch ein bisschen Pflege / Abschmieren wieder in den Griff bekommen.
Meld dich gerne wieder, wenn du diese Punkte abgehakt hast. Bis dahin bleibt das Portemonnaie mal zu
Viele Grüße

- Zündkerze nach 2500 km mit Edelbrock
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