User stellt sich als Mitglied vor
Verfasst: Mi 19. Okt 2011, 15:45
Hallo an alle,
da ich nun auch Mitglied im FMCoG bin, möchte ich uns und unseren Ponyhof noch einmal etwas ausführlicher vorstellen.
Wir sind Sabine und Harry aus Donauwörth (Bayern), sind 42 Jahre jung und seit kurzem Besitzer eines wunderschönen Alteisens (auch 42). Ich arbeite in der Luftfahrtindustrie und Sabine ist im öffentlichen Dienst tätig. Nachdem unsere Tochter aus dem Haus ist haben wir jetzt viel Zeit für unsere Ponys und weitere Hobbys (Heimkino, Lesen, Urlaub).
Daten vom Alteisen:
1969er Mustang Mach1, 351W, 4V, FMX, Klima, gulfstream aqua / weiß
Unsere Geschichte:
Vor ca. 2 Jahren stieg das langjährige Interesse an amerikanischen Fahrzeugen und wir beschlossen uns mal umzusehen. Da ich eigentlich schon seit ca. 20 Jahren nur Neuwagen gefahren bin (max. 3 Jahre lang) haben wir uns zuerst für einen 2010er GT entschieden und diesen nach 7 Monaten, einer Probefahrt und einem guten Angebot gegen einen 2011er GT eingetauscht. Mit diesen beiden Autos haben wir einige US-Car-Treffen besucht und dabei wuchs das Interesse am Alteisen immer mehr.
Wir beschlossen uns erst einmal einige Infos anzulesen und starteten dann einen Aufruf an alle 1969er Besitzer uns ihren Wagen und seine Schwachstellen zu zeigen. Mario und Christopher erhörten uns und teilten ihr Wissen mit uns. (Vielen Dank an dieser Stelle!!)
Aus der näheren Umgebung konnten wir uns noch ein 69er Cabrio im komplett zerlegten Zustand ansehen und wurden dort auf die Eigenheiten einer USA-Resto hingewiesen. (Vielen Dank an Schuschi!!).
Wir beschlossen unser Glück im Internet zu suchen und stellten dabei fest dass Händler und Privatpersonen nicht immer ganz die Wahrheit sagen. Oft hörte es schon beim Zusenden von Unterboden-Bildern auf oder man wurde nach genauerem Betrachten des Autos einfach mit den Worten „Ihr wollt wohl den Preis drücken, das Auto ist schon so alt da gibt es immer Rost (beschönigt)“ vom Hof gejagt.
Uns ist sehr wohl bewusst dass alte Autos Rost aufweisen und es eigentlich immer etwas zu reparieren gibt aber an faustgroße Löcher und rasselnde Motoren für mehr als 30000,- Euro hatten wir dabei nicht gedacht.
Wir traten auch mit Danny Geevers und Roy in Kontakt, aber leider konnten sie uns nicht das Auto anbieten welches wir gerne gehabt hätten.
Dann geschah ein Wunder und eine Privatperson aus Holland bot über Autoscout seinen 69er Mach1 zum Verkauf an. Auch hier dachte ich zuerst dass es wieder bei nichtssagenden Bildern aus großer Entfernung bleiben wird. Aber dieser Verkäufer schickte uns zuerst einige Außenbilder mit sehr hoher Auflösung auf denen man eigentlich schon sehr gut erkennen konnte in welchem Zustand das Auto sich befindet. Ich bat ihn um Unterbodenbilder und Detailaufnahmen von div. typischen Stellen. Er besorgte sich Auffahrrampen, legte los und sendete mir insgesamt ca. 160 Bilder die ich auch umgehend meinem örtlichen Oldie-Mechaniker und Ralf Wurm zeigte. (Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Ralf und meinen Oldie-Mechaniker). Beide machten in etwa die gleichen Aussagen und gaben Tipps für eine Live-Besichtigung und auf was man bei der Probefahrt achten muss.
Daraufhin beschlossen wir nach Holland zu fahren und uns den Mach1 näher anzusehen. Der Verkäufer war sehr nett und ehrlich, zeigte uns die ihm bekannten Probleme die wir ja schon auf den Bildern gesehen hatten und überreichte uns einen ganzen Leitz-Ordner voll Rechnungen der letzten 10 Jahre von ihm und dem Vorbesitzer aus USA. Nach einer ausführlichen Probefahrt und kurzen Verhandlungen konnten wir endlich sagen:
„Yes, we did it and now let’s ride the horses to Bavaria“
Am nächsten Tag fuhren wir mit gemischten Gefühlen und großen Erwartungen mit den beiden Pferden nach Hause und stellten dabei fest dass es ganz schön lange dauern kann (13h) bis man mit gemütlichen 100km/h und etlichen Verschnaufpausen für den Opa (reine Vorsichtsmaßnahme) 750km zurücklegt.
Auf der Heimfahrt hatten wir fast keine Probleme. Außer dass der Opa einmal während der Fahrt einfach ausging, er aber sofort wieder ansprang und die restlichen Kilometer brav weiterfuhr.
Am nächsten Tag warf mein Oldie-Mechaniker einen ersten Blick auf das Pony und bestätigte mir dass ich einen ziemlich guten Kauf gemacht hatte, denn auf den Bildern sieht es viel schlimmer aus als es in Wirklichkeit ist.
Jetzt konnten wir noch bis zum Ablauf des holländischen „Export Kenteken“ einige schöne Ausfahrten unternehmen. Meine ersten Reparaturmaßnahmen (Blinker Relais, Scheinwerferumbau und div. Klappergeräusche beseitigen) verliefen erfolgreich und jetzt versuchen wir erst einmal mit dem Onkel vom TÜV auf einen Nenner zu kommen.
Danach werden noch die ganzen Undichtigkeiten komplett (sofern möglich) beseitigt, der Motorraum und der Unterboden auf Vordermann gebracht und dann beginnt das lange Warten auf den Frühling.
Hoffentlich habt ihr euch nicht bei dieser langen Geschichte gelangweilt
Gruß
Sabine und Harry
By harry1003 at 2011-10-19
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da ich nun auch Mitglied im FMCoG bin, möchte ich uns und unseren Ponyhof noch einmal etwas ausführlicher vorstellen.
Wir sind Sabine und Harry aus Donauwörth (Bayern), sind 42 Jahre jung und seit kurzem Besitzer eines wunderschönen Alteisens (auch 42). Ich arbeite in der Luftfahrtindustrie und Sabine ist im öffentlichen Dienst tätig. Nachdem unsere Tochter aus dem Haus ist haben wir jetzt viel Zeit für unsere Ponys und weitere Hobbys (Heimkino, Lesen, Urlaub).
Daten vom Alteisen:
1969er Mustang Mach1, 351W, 4V, FMX, Klima, gulfstream aqua / weiß
Unsere Geschichte:
Vor ca. 2 Jahren stieg das langjährige Interesse an amerikanischen Fahrzeugen und wir beschlossen uns mal umzusehen. Da ich eigentlich schon seit ca. 20 Jahren nur Neuwagen gefahren bin (max. 3 Jahre lang) haben wir uns zuerst für einen 2010er GT entschieden und diesen nach 7 Monaten, einer Probefahrt und einem guten Angebot gegen einen 2011er GT eingetauscht. Mit diesen beiden Autos haben wir einige US-Car-Treffen besucht und dabei wuchs das Interesse am Alteisen immer mehr.
Wir beschlossen uns erst einmal einige Infos anzulesen und starteten dann einen Aufruf an alle 1969er Besitzer uns ihren Wagen und seine Schwachstellen zu zeigen. Mario und Christopher erhörten uns und teilten ihr Wissen mit uns. (Vielen Dank an dieser Stelle!!)
Aus der näheren Umgebung konnten wir uns noch ein 69er Cabrio im komplett zerlegten Zustand ansehen und wurden dort auf die Eigenheiten einer USA-Resto hingewiesen. (Vielen Dank an Schuschi!!).
Wir beschlossen unser Glück im Internet zu suchen und stellten dabei fest dass Händler und Privatpersonen nicht immer ganz die Wahrheit sagen. Oft hörte es schon beim Zusenden von Unterboden-Bildern auf oder man wurde nach genauerem Betrachten des Autos einfach mit den Worten „Ihr wollt wohl den Preis drücken, das Auto ist schon so alt da gibt es immer Rost (beschönigt)“ vom Hof gejagt.
Uns ist sehr wohl bewusst dass alte Autos Rost aufweisen und es eigentlich immer etwas zu reparieren gibt aber an faustgroße Löcher und rasselnde Motoren für mehr als 30000,- Euro hatten wir dabei nicht gedacht.
Wir traten auch mit Danny Geevers und Roy in Kontakt, aber leider konnten sie uns nicht das Auto anbieten welches wir gerne gehabt hätten.
Dann geschah ein Wunder und eine Privatperson aus Holland bot über Autoscout seinen 69er Mach1 zum Verkauf an. Auch hier dachte ich zuerst dass es wieder bei nichtssagenden Bildern aus großer Entfernung bleiben wird. Aber dieser Verkäufer schickte uns zuerst einige Außenbilder mit sehr hoher Auflösung auf denen man eigentlich schon sehr gut erkennen konnte in welchem Zustand das Auto sich befindet. Ich bat ihn um Unterbodenbilder und Detailaufnahmen von div. typischen Stellen. Er besorgte sich Auffahrrampen, legte los und sendete mir insgesamt ca. 160 Bilder die ich auch umgehend meinem örtlichen Oldie-Mechaniker und Ralf Wurm zeigte. (Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Ralf und meinen Oldie-Mechaniker). Beide machten in etwa die gleichen Aussagen und gaben Tipps für eine Live-Besichtigung und auf was man bei der Probefahrt achten muss.
Daraufhin beschlossen wir nach Holland zu fahren und uns den Mach1 näher anzusehen. Der Verkäufer war sehr nett und ehrlich, zeigte uns die ihm bekannten Probleme die wir ja schon auf den Bildern gesehen hatten und überreichte uns einen ganzen Leitz-Ordner voll Rechnungen der letzten 10 Jahre von ihm und dem Vorbesitzer aus USA. Nach einer ausführlichen Probefahrt und kurzen Verhandlungen konnten wir endlich sagen:
„Yes, we did it and now let’s ride the horses to Bavaria“
Am nächsten Tag fuhren wir mit gemischten Gefühlen und großen Erwartungen mit den beiden Pferden nach Hause und stellten dabei fest dass es ganz schön lange dauern kann (13h) bis man mit gemütlichen 100km/h und etlichen Verschnaufpausen für den Opa (reine Vorsichtsmaßnahme) 750km zurücklegt.
Auf der Heimfahrt hatten wir fast keine Probleme. Außer dass der Opa einmal während der Fahrt einfach ausging, er aber sofort wieder ansprang und die restlichen Kilometer brav weiterfuhr.
Am nächsten Tag warf mein Oldie-Mechaniker einen ersten Blick auf das Pony und bestätigte mir dass ich einen ziemlich guten Kauf gemacht hatte, denn auf den Bildern sieht es viel schlimmer aus als es in Wirklichkeit ist.
Jetzt konnten wir noch bis zum Ablauf des holländischen „Export Kenteken“ einige schöne Ausfahrten unternehmen. Meine ersten Reparaturmaßnahmen (Blinker Relais, Scheinwerferumbau und div. Klappergeräusche beseitigen) verliefen erfolgreich und jetzt versuchen wir erst einmal mit dem Onkel vom TÜV auf einen Nenner zu kommen.
Danach werden noch die ganzen Undichtigkeiten komplett (sofern möglich) beseitigt, der Motorraum und der Unterboden auf Vordermann gebracht und dann beginnt das lange Warten auf den Frühling.
Hoffentlich habt ihr euch nicht bei dieser langen Geschichte gelangweilt
Gruß
Sabine und Harry
By harry1003 at 2011-10-19
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