Seite 1 von 2

Mustang Coupé BJ66

Verfasst: Sa 22. Nov 2025, 22:33
von MLS
Hallo liebe Mustang Gemeinde,

da ich mich soeben erst angemeldet habe, möchte ich mich kurz vorstellen:
Ich bin seit Kindesalter von Autos begeistert. Daher habe ich mich auch beruflich in Richtung Automobilbranche entwickelt. Mein Wissen bzgl. moderner Fahrzeuge hilft mir nur bei Oldies nicht immer weiter ;-) Ich bereue keine KFZ-ler Ausbildung gemacht zu haben. Aber das lässt sich jetzt nicht mehr so leicht ändern (40). Dennoch ist mein Interesse an Fahrzeugen groß und ich würde mir gerne als Ergänzung zu den praktischen Familien-Kisten einen halbwegs preiswerten Oldtimer zulegen.
Die Mustangs der ersten Generation gefallen mir besonders gut. Mein Budget reicht nur für ein Coupé. Ein Fastback ist aktuell nicht drinnen.

Ich habe mir schon einige Fahrzeuge angesehen und meine auch über Youtube-Videos und Literatur schon viele Schwachstellen einschätzen zu können. Aktuell wurde mir ein Fahrzeug angeboten, dass mir in Summe sehr gut gefällt. Preislich ist das Fahrzeug mit 26 T€ recht niedrig angesetzt. Antrieb und Fahrwerk sind in einem guten Zustand (vieles wurde überholt/getauscht). Die Karosserie macht mir etwas Sorgen. An einigen Stellen ist der Lack gebrochen (insbesondere am Dach) und an den "Regenrinnen" zu den Seitenfenstern. Hier ist sicherlich Rost im Spiel neben zu viel Spachtelmasse. Aus meiner Sicht jedoch kein Thema, dass direkt angegangen werden muss.

Folgendes Thema bereitet mir jedoch größere Bauchschmerzen: Wenn man auf der Beifahrerseite im Fussraum direkt unter das Armaturenbrett in Richtung Knotenpunkt der A-Säule schaut, dann findet man ein stark verrostet Blech (siehe Bild). Es scheint gerissen zu sein. Entweder durch Rost oder gar einen Unfall?! Der Riss muss schon eine ganze Weile vorhanden sein, da die Stelle intensiv von Rost befallen ist. Wie seht ihr das? Könnt ihr einschätzen welches Blech das ist? Ich vermute es könnte sich ggf. sogar um das viel besprochene "Cowlvent-Blech" handeln?!

Ansonsten verunsichert mich, dass jemand (ich sage bewusst nicht der Verkäufer) das Typenschild am hinteren Türrahmen offenbar abgeschliffen hat. Das wirkt nicht wie ein Versehen. Allerdings verstehe ich auch nicht was man davon haben sollte... Schade, das für 66 Mustang keine Marti Reports möglich sind...

Ich hoffe, dass ich mich mit dem Thema an euch wenden darf und nicht so rüber komme nur Infos abstauben zu wollen. Über eine kurzfristige Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße!
Marlon

Re: Mustang Coupé BJ66

Verfasst: Sa 22. Nov 2025, 22:46
von Frank0815
Hallo Marlon,

ich habe die Suche nach einem Mustang eben erst hinter mich gebracht und würde dir gern aus meinen Recht überschaubaren, aber noch frischen Erfahrungen heraus den Rat geben, Dieses Auto zu verwerfen.
Für den aufgerufenen Preis findest Du mit etwas Geduld auch Fahrzeuge in erheblich besserem Zustand.

Alleine die sehr lieblose Lackierung und Die zweifelhaften Bearbeitungsspuren unter dem Lack würden mich abschrecken.
Die Door Plate muss nicht zwingend original sein nach 60 Jahren, aber irgendwo sollten diese Daten grundsätzlich schon noch dokumentiert sein und nicht einfach abgeschliffen.

Re: Mustang Coupé BJ66

Verfasst: Sa 22. Nov 2025, 22:54
von Frank0815
Nachtrag: das Schild wurde vermutlich nicht mal in schlechter Absicht geschliffen sonden um es unter den vielen, sorry dafür... hingerotzten Lackschichten zu bergen und wieder lesbar zu machen.

Re: Mustang Coupé BJ66

Verfasst: So 23. Nov 2025, 00:07
von Kalle
Moin Marlon,

willkommen hier im Forum, hier wird dir auf jeden Fall weiter geholfen. Der Mustang der ersten Generation ist auf ein jeden Fall ein sehr guter Ami zum Einstieg, vorausgesetzt man kauf den richtigen ;)

Von dem beschränkten Eindruck der zwei Bilder würde ich dir raten bei dem grünen 66er schnell und weit zu laufen. Wenn der Lack schon großflächig reißt und der Wasserkasten (Cowl) wie im zweiten Bild zu sehen ist kräftig rostet warten unheimliche Folgekosten, auch wenn man es vielleicht noch ein paar Jahre rauszögern kann. Die Karosse ist das A und O, der Rest ist deutlich günstiger zu reparieren als Lack und Blech. Daher sollest du lieber nach besserem Blech suchen, wenn du Schrauben willst ist es auch deutlich einfach an der Technik zu starten als mit dem Schweißgerät.

Der Markt für Coupes hat die letzte Zeit preislich etwas nachgegeben, aktuell ist 26k€ eher das Mittelfeld, es geht mittlerweile günstiger los und es wird viel angeboten. Daher solltest du für 26k€ keinen "Kompromiss" eingehen müssen, für das Geld sollte sich auf jeden Fall was besseres finden lassen.

Re: Mustang Coupé BJ66

Verfasst: So 23. Nov 2025, 00:41
von Red Convertible
Hi Marlon,
willkommen und viel Spaß hier beim stöbern.
Die von dir gezeigten Bilder geben echt Anlass zur Sorge.
Alleine der Bereich um Türschloss und Doorplate sieht sehr lieblos aus.
So sah der Bereich ab Werk aus. Ist ein Bild von meinem ehemaligen 66'er Cabrio.
Bild

Der Rost am Cowl Vent ist ein bekanntes Problem beim Mustang.
Für eine ordentliche Reparatur müssen beide Kotflügel, Motorhaube, Windschutzscheibe und der vordere Teil des Armaturenbretts ausgebaut werden. Anschließend sind natürlich auch Lackierarbeiten nötig, alles aufwändig und teuer.
Such besser weiter, der Markt sollte deutlich bessere Autos hergeben.

Re: Mustang Coupé BJ66

Verfasst: So 23. Nov 2025, 12:38
von DukeLC4
Hallo Marlon,
stellt doch mal einen Link zu dem Auto hier ein, dann kann man es besser beurteilen.
Grundsätzlich kann man in dem Preisbereich im Moment ein gutes Auto kaufen,
aber als Laie auch eine Ruine anlachen...

Gruß
Patrick

Re: Mustang Coupé BJ66

Verfasst: So 23. Nov 2025, 12:45
von sally67
Genau,
zeig doch mal das Pony.

Gruß und

Re: Mustang Coupé BJ66

Verfasst: So 23. Nov 2025, 13:35
von HomerJay

Re: Mustang Coupé BJ66

Verfasst: So 23. Nov 2025, 13:45
von MLS
Genau. Das ist er!
Herzlichen Dank für die vielen wertvollen Kommentare. Ich hätte nicht damit gerecht, dass ich so schnell Antworten erhalte :-)

Re: Mustang Coupé BJ66

Verfasst: So 23. Nov 2025, 14:00
von HomerJay
MLS hat geschrieben: So 23. Nov 2025, 13:45 Genau. Das ist er!
Herzlichen Dank für die vielen wertvollen Kommentare. Ich hätte nicht damit gerecht, dass ich so schnell Antworten erhalte :-)
Da würde ich aber defintiv einen ganz großen Bogen drum machen. Allein die Cowl Reparatur kostet einige Tausender. Da müssen unter Anderem hunderte Schweisspunkte aufgebohrt werden. Im Anschluss muss lackiert werden. Lohnt sich bei einem solchen Wagen absolut nicht. Es sei denn, du machst alles inkl Lackierarbeiten selbst. Allerdings kaum vorstellbar, dass das die einzige Baustelle am Wagen sein wird.