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Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: So 8. Sep 2013, 14:57
von josecarneiro
Hallo,

ich werde mich demnächst paar Angebote von paar Lackierereien in meiner Umgebung besorgen.
Aber ich wollte trotzdem schon mal im vorab wissen, was alles gemacht werden muss für eine gute Lackierung ?

Kann man die Karosse tauchverzinken ? Den Rahmen nur oder verzieht sich da alles ?

Oder sollte man nur Sandstrahlen, elektrostatisch Grundieren und ganz normal lackieren ?

Wie schaut es mit Trockeneisstrahlen aus ? Nur den Unterboden oder gleich mit Sandstrahlen ?

Würde mich gerne Interessieren wie ihr euren Mustang lackiert habts.

Gruß,
Jose

Re: Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: So 8. Sep 2013, 17:08
von 66CON
Es gibt auch noch chemisches entlacken und anschliesend ktl beschichten. Kostet aber eine ganze Stange Geld und es besteht die Gefahr das du die Chemie nicht mehr aus den Ecken bekommst und dir die Karosse dann dort schneller rostet. Beim feuerverzinken besteht die Gefahr das sich was verzieht. Auch das sandstrahlen muss gelernt sein auch Geraden Flächen. Auserden setzt sich der Sand in die Ritze. Ich hab mich trotzdem für das letztere entschieden und der Strahler hat direkt noch Schweißprimer aufgetragen. Bin sehr zufrieden damit. Beim trockeneisstrahlen bekommst du nicht alles runter denke ich. Auch muss man die Pampe vor dem Strahlen manuell runterholen weil das Strahlgut da sonst abperlt.

Re: Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: So 8. Sep 2013, 20:34
von josecarneiro
Also könnte ich ja die Karosse Sandstrahlen lassen, anschließend Blecharbeiten, wieder Sandstrahlen .

UND dann den Rahmen demontieren tauchverzinken und das ganze Kleinmaterial mit verzinken lassen oder ?

Anschließend elektrostatische Grundierung/Lack und dann die Hohlraumversiegelung ?

Das Tauchverzinken wird ja anscheined im Rennsport für historische Oldies angewendet.
Oder gibt es bessere Verfahren ?

Gruß,
Jose

Re: Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: So 8. Sep 2013, 20:54
von vn800
josecarneiro hat geschrieben:
UND dann den Rahmen demontieren tauchverzinken und das ganze Kleinmaterial mit verzinken lassen oder ?


Gruß,
Jose
Servus

Na,das möchte ich mal sehn,wie du das machst. :idea:
Vielleicht solltest du dir einige Restoberichte lesen.Darin findet man genug infos zum Thema Lackaufbau. :idea:

gruß

Franz

Re: Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: Mo 9. Sep 2013, 13:50
von Tamino
Also ich hab das ganze thema auch hinter mir. Vor 2 jahren kam ich auf die Idee das mein erstes Auto doch ein Mustang sein sollte und hab mir dann mit meinem ersparten ein 69er coupe geholt, welches wunderschön glatt und schwarz matt grundiert war. Der glanz verging aber bald als sich nach wenigen tagen die Grundierung löste, in A5 großen stücken abflog und ich festgestellt habe, das der lack drunter nicht einmal angeschliffen war.

Also dachte ich wenn schon, denn schon. Alles raus, alles abgebaut und aus kosten und technischen gründen auf strehlen verzichtet. 40 csd scheiben gekauft und in viel viel viel viel arbeit bis in das kleinste eck, unten, oben, seitlich innen bis aufs blech geschliffen. (Beim strahlen mit sand kanns passieren das es dir die bleche kaputt macht) Einige beulen kamen zum vorschein, die ich dann ausgeschlagen habe, andere an die kein rankommen war wurden verzinnt.

Nach 8 Monaten Arbeit, nachdem ich dann auch alle anbau und halte Teile blank hatte, nochmal alles mit 180 geschliffen und mit gutem 2k ep grundierfüller in der Kabine lackiert.

Dannn zum finish an den lackierer gegeben.


Zu deinen Ideen alles tauchverzinken zu lassen, ich weiss ja nicht auf was für einem Geldtopf zu sitzt, aber wenn du nicht das über Sondermodell im Stall hast, halte ich das für Überflüssig, denn ein guter lackaufbau bzw gute metallbasis bei der kein wasser eindringt, innen und außen, ist schon ein guter schutz. Vor allem Anbauteile sind oft so massiv, selbst wenns da rostet, du bist wahrscheinlich schon vor deiner Stoßstangenhalterung geschichte.
Ich hab Gefahrenbereiche die durch mechanische Einflüsse besonders gefährdet sind, wie unterboden, radkästen, Achse und auch die cowl vent aufgebohrt... 6 fach mit por15 lackiert, PU Lacke oder besondere Lacke wie zb. LKW achsenlack tuns auch gut. Dann gibts noch ne amerka version von "cramaro poseidon" was eigentlich zur beschichtung von ladeflächen ist, ich aber auch schon von einigen gehört habe die Ihre unterböden damit beschichten, hält anscheinend auch das auto länger am leben als dich selbst, da ist kein durchkommen. Im gegensatz zur nem unterbodenschutz den Vorteil, das es sich nicht separiert und anfängt nicht ersichtlich feutigkeit zu speichern, da es ein lack ist.

Was fürn en rahmen?


Gruß
Tamino

Re: Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: Mo 9. Sep 2013, 21:56
von Stuka84
Ich rede mal von meiner Erfahrung:

Alles was normaler Weise Rost ansetzen kann, (Nur die Karosserie, Ecken und Doppeltgeschweisstes) kann ohne weiteres mit Sand gestrahlt werden!
Never ever lass die Flächen strahlen, jeder gute LAckierer und Sandstrahler sagt dir das sofort!!!!!!!!!!

Gummi Reste, versieglung etc. kann selbst Sand nicht komplett wegstrahlen da hilft nur die gute alte Flex!

Bei mir war z.B. die Haube wegen dauernder Wärmeeinwirkung nur vorne "Angerostet" ... allerhöchstens kann man die KAnte vorne strahlen aber nir aufs Blech halten.

Rostegal hilft... oder Fertan <- Super das Zeug!! Schön voll siffen und trocknen lassen!!!

Meine Türen wurden bis auf nur bis auf 2 cm von den Rändern gestrahlt (rundum) und innen kein Problem, genauso wie das Dach, Heckklappe und Kotflügel.

Niemals Flächen!!!

Der Rest Sand ist immer noch zu verkraften, Löcher hinten in die Schweller bohren und mit einem RICHTIGEN Kompressor und verlängerungen GUT durchblasen!!! Ggf. die KArosserie mehrmals drehen!

Träger können mit einer Schornsteinfeger Bürste mit Bohrmaschine geschliffen werden!

Und wieder Ausblasen!

Ich habe von meinem LAckierer LKW LAck bekommen inkl. Grundierung, die Ganze KArosse innen wie aussen (NUR INNENRAUM UND UNTERBODEN) mit einer Stahlbürste glänzend gemacht und dann selbst lackiert! Das spart Geld und macht sentimental, wenns fertig ist!

Vorher gut aussaugen ;-)

Mfg

Stefan

Re: Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: Di 10. Sep 2013, 08:24
von 68GT500
Hallo Stefan,

das kann man nicht so verallgemeinern !

Offensichtlich hast Du keinen guten Strahler...

Ein guter Strahler kann jedes Blech unserer Mustangs so strahlen, dass absolut keine Probleme entstehen. :idea: :idea:

Motorhauben, Dächer - egal - sie werden einfach perfekt entlackt & entrostet.

Was aber stimmt, ist dass weniger Begabte - oder Hobbystrahler so wie wir - jedes größere Blechteil hoffnungslos in ein Wellblech verwandeln ... :shock:

mfg

Michael

Re: Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: Di 10. Sep 2013, 08:46
von Panther
Stuka84 hat geschrieben: Rostegal hilft... oder Fertan <- Super das Zeug!! Schön voll siffen und trocknen lassen!!!
Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, sollte Fertan laut Anleitung die ersten Stunden nach dem Auftragen möglichst feucht gehalten werden (z.B. mit Zerstäuber) um korrekt zu wirken, nicht einfach trocknen lassen.
Kann das jemand bestätigen?

Viele Grüße
Paul

Re: Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: Mi 11. Sep 2013, 09:32
von 68GT500
Hi zusammen,

bevor ihr Fertan & Co. empfiehlt sollte ihr mal lieber die Testergebnisse zu dem Zeugs lesen ...


mfg

Michael

Re: Vorgang einer guten Lackierung ?

Verfasst: Mi 11. Sep 2013, 13:07
von Stuka84
Also nichts für ungut... Testberichte?... da muss man sich als aller erstes die Frage stellen, unter welchen Bedingungen die testen ...
Ich baue da lieber auf Erfahrungswerte (Hab das nicht nur am Auto benutzt) an sonsten Google dir deine Meinung :? !


...

Zum Strahlen:

Wohl eher ein guter, sonst hätte er ja einfach übers Blech schrebbeln können! :mrgreen:

Sicherlich gibt es auch nussschalenschiessen etc. pp. oder andere Strahlmittel, mit denen das nicht passiert.

Muss man sich natürlich gründlichst erkundigen!

Mfg

Stefan