"Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

rund um den Mustang

Moderatoren: immerfernweh, elsterwelle, torf, TripleT

Antworten
Benutzeravatar
Chrissi
Beiträge: 65
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:37
Fuhrpark: Porsche 911 SC 1978
Ford Mustang Convertible 1965
Ford Mustang Shelby GT350 1965 Tribute

"Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Beitrag von Chrissi »

Moin zusammen,
ich bin "renew" hier im Forum und wollte mich und meinen frisch erworbenen Zuwachs kurz vorstellen. Es ist ein 1965er Ford Mustang Shelby GT350 Tribute geworden. Drunter steckt ein klassischer Small-Block A Code mit Tri-Y Fächerkrümmer, Holley 650 cfm Double Pumper (Modell 4150, Revision 4777-7) mit manuellem Choke, Edelbrock Performer, HiPo Nockenwelle, MSD, 5 GAng Tremec, und die seitlichen Tröten usw...
Eigentlich ein Traum, aber wie das mit alten Autos so ist: Kaum reingesetzt, ging die Arbeit auch schon los. Die Kausalitätskette der Jungfernfahrt war ein absoluter Klassiker:
Wagen abgeholt, der Tank war komplett leer. Also auf direktem Weg zur nächsten Tankstelle, 100 Oktan rein und ab auf die Straße. Sobald der Motor betriebswarm war, fing das Drama an. Beim Auskuppeln vor der Ampel brach die Drehzahl komplett ein, der V8 lief wie ein Sack Nüsse, schüttelte sich so heftig, dass die Fächerkrümmer lautstark am Unterboden anklopften, und ging schließlich aus. Anspringen? Nur noch mit absolutem Vollgas und permanentem Benzingeruch.
Ein Blick in den Vergaser brachte schnell Gewissheit: Bei laufendem Motor schießt der Sprit ungehindert aus den Düsenstöcken (Boosters) der hinteren, sekundären Schwimmerkammer. Die Kammer läuft gnadenlos über und der Motor ertrinkt buchstäblich im Kraftstoff.
Da der Tank komplett leer gefahren war, ist die Diagnose im Grunde klar??!: Die mechanische Benzinpumpe hat den allerletzten Dreck, alten Sprit-Schlamm und feinen Roststaub vom Tankboden angesaugt. Die Partikel sind trotz Filter durchmarschiert und blockieren jetzt das hintere Nadelventil (Needle & Seat), sodass es nicht mehr schließt. Ein neuer ACP-Tank mit Ablassschraube und 3/8" Tankgeber von Velocity ist zwar gedanklich schon bestellt, aber das löst mein akutes Problem im Vergaser noch nicht.
Und hier kommt mein eigentliches Highlight:
Der Mustang steht aktuell nicht in einer gemütlichen Schrauberhalle, sondern im 2. Stock eines Hamburger Parkhauses. im NOrden/WInterhude
Daher meine Frage in die Runde: Gibt es hier zufällig einen erfahrenen Holley-Vergaser-Profi aus dem Raum Hamburg, der Lust auf ein kleines Abenteuer hat? Werkzeugkiste, Bremsenreiniger und ein Kasten Bier, Schnaps, Wein (oder Kaffee) und gute Mucke sind vorhanden. Gesucht wird jemand, der die Nerven besitzt, mir unter den Betonpfeilern dabei zu helfen, das hintere Nadelventil freizuspülen😉Der Stock indem der Mustang steht ist vom REst abgeschottet und dort stehen nur Oldtimer...auch eine Werkstattempfehlung ist willkommen.
Ich freue mich auf regen Austausch und den einen oder anderen Tipp!
Viele Grüße aus Hamburg!

Chrissi
DukeLC4
Beiträge: 3064
Registriert: Mi 26. Dez 2007, 15:26
Clubmitglied: Ja
Fuhrpark: 65er Mustang 5.0
08er Focus ST 2.5T
82er Schwalbe 0.05
Kontaktdaten:

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Beitrag von DukeLC4 »

Hu Chrissi,
Glückwunsch zum Mustang.
Beim 4150 kannst Du das Nadelventil normalerweise nach oben raus nehmen und sauber machen.
Das sollte reichen um ihn vorsichtig heim zu fahren. Den Vergaser würde ich dann Zuhause aber zerlegen und reinigen, da ist mit Sicherheit Dreck drin.
Ich bin leider aus dem Süden von Deutschland, sonst würde ich gerne helfen.

Gruß
Patrick
Mustang Technik Youtube Kanal:
https://www.youtube.com/c/PäddelsSchraubergarage

Mustang Ersatzteile Shop:
https://www.stang-parts.de
Benutzeravatar
Chrissi
Beiträge: 65
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:37
Fuhrpark: Porsche 911 SC 1978
Ford Mustang Convertible 1965
Ford Mustang Shelby GT350 1965 Tribute

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Beitrag von Chrissi »

DukeLC4 hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 19:21 Hu Chrissi,
Glückwunsch zum Mustang.
Beim 4150 kannst Du das Nadelventil normalerweise nach oben raus nehmen und sauber machen.
Das sollte reichen um ihn vorsichtig heim zu fahren. Den Vergaser würde ich dann Zuhause aber zerlegen und reinigen, da ist mit Sicherheit Dreck drin.
Ich bin leider aus dem Süden von Deutschland, sonst würde ich gerne helfen.

Gruß
Patrick
Danke dir Patrick, ja das werde ich dann selbt probieren 8-)
DukeLC4
Beiträge: 3064
Registriert: Mi 26. Dez 2007, 15:26
Clubmitglied: Ja
Fuhrpark: 65er Mustang 5.0
08er Focus ST 2.5T
82er Schwalbe 0.05
Kontaktdaten:

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Beitrag von DukeLC4 »

Chrissi hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 19:30
DukeLC4 hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 19:21 Hu Chrissi,
Glückwunsch zum Mustang.
Beim 4150 kannst Du das Nadelventil normalerweise nach oben raus nehmen und sauber machen.
Das sollte reichen um ihn vorsichtig heim zu fahren. Den Vergaser würde ich dann Zuhause aber zerlegen und reinigen, da ist mit Sicherheit Dreck drin.
Ich bin leider aus dem Süden von Deutschland, sonst würde ich gerne helfen.

Gruß
Patrick
Danke dir Patrick, ja das werde ich dann selbt probieren 8-)
Achtung, Du musst die Umdrehungen zählen wie weit das Nadelventil eingeschraubt war, damit der Schwimmerstand wieder ungefähr stimmt. Genau einstellen kannst Du dann Zuhause, ein Video dazu findest Du auf meinem YouTube Kanal
Mustang Technik Youtube Kanal:
https://www.youtube.com/c/PäddelsSchraubergarage

Mustang Ersatzteile Shop:
https://www.stang-parts.de
TBHH
Beiträge: 1002
Registriert: So 6. Mär 2016, 09:32
Fuhrpark: '70 Mach1 351C
'70 Grandé 351C
'86 F350 460 4x4
'16 GT 5.0
Wohnort: bei Hamburg

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Beitrag von TBHH »

Chrissi hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 18:48 Moin zusammen,

...........................................

Die mechanische Benzinpumpe hat den allerletzten Dreck, alten Sprit-Schlamm und feinen Roststaub vom Tankboden angesaugt.

...........................................................
Chrissi

Moin Chrissi!

Das hat nichts damit zu tun dass der Tank leer war und deswegen Dreck angesaugt wurde.
Der Sprit wird IMMER vom Tankboden angesaugt!
Das hat eher damit zu tun, dass der Tank wohl über längere Zeit fast leer war und sich deswegen Kondenswasser im Tank gesammelt hat, welches zu Rost führte. Und sowas mag der Vergaser nicht.

Ansonsten Glückwunsch zum "neuen" Auto!

Gruss
Theo
Benutzeravatar
68GT500
Beiträge: 9718
Registriert: Do 13. Mär 2008, 20:37
Clubmitglied: Ja
Fuhrpark: - 64 Falcon Sprint
- 64 Falcon Squire
- 65 GT Convertible
- 65 K-Code Hardtop
- 66 T5 K-Code GT Convertible
- 68 GT 500
- 23 Tesla M3LR

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Beitrag von 68GT500 »

Hallo,
erstmal willkommen hier, bei den Mustang verrückten!

Es ist eine "Urbane Legende", dass weitgehendes Leerfahren, Dreck ansaugen lässt. Der Tankinhalt wird selbst bei gemächlicher Fahrt total durchgeschüttelt - da gibt es keinen "Boden-Satz".

Der Grund, dass die hintere Schwimmerkammer "hängt" liegt eher an 2 häufigen und einer eher seltenen Ursache:
1 - der Sprit verdunstet ist und daher die Kegeldichtung (i.d.R. aus Viton) ausgetrocknet ist und nicht mehr sauber schließt.
2 - der O-Ring um das Nadelventil ebenso ausgetrocknet ist und nicht mehr sauber abdichtet.

3 - der Schwimmer sich tatsächlich verklemmt hat.

In den beiden ersten Fällen sollte das Nadelventil ersetzt werden - das ist easy ausgeschraubt und ersetzt, musst halt danach den Schwimmerstand neu einstellen.

Sollte der Schwimmer tatsächlich klemmen kannst Du mit einem Gummihammer leichte Schläge auf die Verschraubung vom Nadel Ventil geben - dass sollte den klemmenden Schwimmer lösen.

mfg

Michael
Kaum ist alles "Idioten-sicher" gemacht, schlägt die Evolution zu und liefert einen "besseren Idioten".
BildBildBild
Benutzeravatar
SpyderRyder
Beiträge: 285
Registriert: Di 15. Okt 2024, 11:29
Clubmitglied: Nein
Fuhrpark: 1965 Mustang HT C-Code, Automat, Servo, honeygold metallic
Wohnort: Sävsjö, Schweden

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Beitrag von SpyderRyder »

Kann das zumindest empirisch bestätigen, was 68GT500 schrob: neulich, bei den Dreharbeiten zu meinem Mustang-Film, blieb ich tatsächlich mit leerem Tank liegen. Im Spritfilter (durchsichtiges Gehäuse) war kein Schmutz zu sehen, der war einfach trocken. Mein Auto hat 315.000 km gelaufen und vermutlich noch den ersten Tank.
Sende freundliche Grüße aus Småland
Olli
Antworten

Zurück zu „Suche Hilfe“