Zündungsproblematik?

Akut ein Problem?

Moderatoren: immerfernweh, elsterwelle, torf, TripleT

Forumsregeln
Beachte bitte, je genauer Du dein Problem beschreibst, umso weniger Rückfragen wird es geben, bis Dir vielleicht jemand helfen kann. Vergiss nicht zuzufügen, welche Schritte zur Problemlösung Du bisher schon unternommen hast.
Vektorauge
Beiträge: 119
Registriert: Mi 17. Feb 2016, 11:53
Fuhrpark: 68 Cougar

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von Vektorauge »

Okay, dann war's vielleicht die falsche Fährte. Trotzdem der Vollständigkeit halber: https://mustang-inside.de/viewtopic.php ... or#p334077
mussTangen70
Beiträge: 55
Registriert: Fr 5. Mär 2021, 21:03

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von mussTangen70 »

Danke!
Werde jetzt erstmal die elektronische Zündung einbauen. Brauche dafür wohl noch ein entsprechendes Relais, um nicht den ganzen Strom über das Zündschloß zu leiten.
Dann hätte ich mal Zündspule, Kontakte, und Kondensator runter von der Liste...
Werde berichten, bis dahin vielen Dank

Gruß Harald
Benutzeravatar
SpyderRyder
Beiträge: 228
Registriert: Di 15. Okt 2024, 11:29
Clubmitglied: Nein
Fuhrpark: 1965 Mustang HT C-Code, Automat, Servo, honeygold metallic

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von SpyderRyder »

Das mit dem Relais ist auf Dauer sicher eine vernünftige Lösung. Aber die Pertronix verrichtet ihren Dienst auch ohne (bei mir seit Jahrzehnten). Da muss noch was anderes im Argen sein bei dir, das würde ich mal zuerst finden und beheben wollen, danach dann das System verfeinern mit Relais.
Sende freundliche Grüße aus Småland
Olli
mussTangen70
Beiträge: 55
Registriert: Fr 5. Mär 2021, 21:03

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von mussTangen70 »

So, jetzt hab ich mal die Teile eingebaut, die ich eh schon gekauft habe.
Pertronix Zündspule
Nachbau elektronische Zündung
Pertronix Power Relais Kit (Narrensicher für Elektrogodiks)

Dann kurze Testfahrt, ca. 6 Km
Springt gut an, dreht schon hoch, keine Zündaussetzer, stirbt im Leerlauf nicht mehr ab und springt nach kurzem abstellen sofort wieder an.
könnte also doch Zündspule, Unterbrecher oder Kondensator gewesen sein.
Leerlauf erscheint mir allerdings etwas unrund, hab allerdings keine Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Autos. Werde bei Gelegenheit doch mal die Zündkerzen wechseln, keine Ahnung wie alt die schon sind.
So kann ich jetzt aber wenigstens wieder fahren, ohne Angst an der nächsten Ampel zu stranden.

Nächste Baustelle ist dann halt die Zündungseinstellung, die Markierungen auf dem Balencer sind fast nicht zu erkennen. Weiß nicht, wo der Nullstrich ist... :roll:
d.h. wohl erst mal Totpunkt suchen.

Erst mal Dank an alle, die sich Zeit für Antworten genommen haben, ohne Forumshilfe könnte ich das Auto nicht betreiben...

Viele Grüße,
Harald
Eifelaner
Beiträge: 25
Registriert: Mo 15. Sep 2025, 19:49
Fuhrpark: 66er Mustang Coupe, CN Cobra RS1, Audi A6 Avant, MX5 NC1

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von Eifelaner »

im Rahmen des Zündkerzenwechsels würde ich auch den Kabelsatz erneuern wenn nicht bereits geschehen. Ein schlechtes oxydiertes Kabel reicht schon aus. Den Totpunkt habe ich auch nachkontrolliert. Zündkerze erster Zylinder raus, Motor an der KW drehen bis Verteilerfinger auf ersten Zylinder steht und gleichzeitig den Kolben beobachten (ich nehme mir ein Stück starren Draht und schiebe ihn auf den Kolben, und merke mir den obersten Punkt).
„Irgendwann…“. Irgendwann ist jetzt!
mussTangen70
Beiträge: 55
Registriert: Fr 5. Mär 2021, 21:03

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von mussTangen70 »

Hallo,
heute mal Zeit gefunden weiter zu machen.
Motor läuft ja etwas rumpelig und Standgas springt gefühlt zwischen 800 und 1500 U/min.
Vorhaben war den Zündzeitpunkt zu kontrollieren und richtig einzustellen. Habe jetzt auf dem Balancer 5 Striche identifiziert, ca 4 - 5 mm Abstand zueinander. Das sollten dann wohl 0 (OT), 3, 6, 9 und 12 Grad sein. Dann mit geliehener Zündpistole abgeblitzt bei abgezogenem Unterdruck.
Markierungen waren völlig daneben. Wenn ich von Vorne auf den Motor schaue, sind die Markierungen ca auf 12.00 Uhr, also 5-6 cm links von der Nase am Block. Da die Pistole einstellbar ist also bis auf 60 (!) vorgestellt, dann war OT Markierung erst auf Nase. Heisst das, ich habe brutale Spätzündung oder brutalen Denkfehler?

Wollte dann den Zündverteiler probeweise verstellen, vielleicht würden ja Leerlauf und Zündzeitpunkt etwas gefälliger.
Aber was soll ich sagen, entklemmter Verteiler lässt sich keinen mm bewegen, wurde wohl länger nicht eingestellt. Hat jemand eine Idee, wie ich den beschädigungsfrei losbekomme? Bin gerade etwas frustriert und ratlos...

Grüße Harald
torf
Beiträge: 4827
Registriert: So 23. Dez 2012, 12:55
Clubmitglied: Ja
Fuhrpark: Mustang 66 Conv. 289 - Audi A6 Avant - KTM Supermoto - Aufsitzmäher

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von torf »

Es kommt darauf an, welchen Fixpunkt Du an dem Steuerkettengehäuse hast. Das war über die Baujahre verschieden und in den letzten 60 Jahren kann viel passiert sein.
Dreh den Motor auf Zünd OT ( Finger auf Zyl. 1 im Verteiler/ Ventile von Zyl. 1 geschlossen). Dann schaust Du Dir den Balancer und die Markierungen nochmal genau an und nimmst mal ein wenig Schmirgel, um den Balancer zu reinigen.

Den Verteilerfuss mal mit WD 40 behandeln. Anschließend mit Bedacht die Rohrzange ansetzen.

Stell mal bitte ein Bild vom Balancer und dem ZZP Zeiger ein.
Viele Grüße aus MH, Christoph/ Torf

Bild BildBild
mussTangen70
Beiträge: 55
Registriert: Fr 5. Mär 2021, 21:03

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von mussTangen70 »

Dumme Frage: könnte man den Balancer falsch auf die Kurbelwelle gepfrimelt haben, ist das möglich?
Bild werde ich Morgen mal versuchen zu posten, bin da eher unbegabt.
Rostlöser und leichte Prellschläge habe ich schon mal versucht.
Hat jemand evtl ein Bild wie die Markierungen auf einem Balancer aussehen sollten/könnten?

Viele Grüße
Harald
TBHH
Beiträge: 932
Registriert: So 6. Mär 2016, 09:32
Fuhrpark: '70 Mach1
'70 Grandé
'86 F350
'16 GT 5.0

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von TBHH »

Moin!
Den Balancer falsch auf die Kurbelwelle zu stecken ist nicht möglich.
Was aber möglich ist:
-falscher Balancer ( da es über die Baujahre einen anderen Fixpunkt zur Einstellung gibt, ist natürlich auch die Skala auf dem Balancer jeweils eine andere, der Balancer selbst passt aber auf die verschiedenen Kurbelwellen). Da könnte der Fehler auch in einem falschen Steuerkettendeckel (falscher Fixpunkt für das Baujahr) liegen...
-der Balancer "zerlegt" sich, d.h. die Gummischicht im Balancer löst sich auf und der äussere Ring wandert. Deswegen IMMER erst den OT abgleichen!
-die Steuerkette, bzw. das obere (grosse) Kettenrad, sofern es noch Original ist (kann auch schon erneuert sein, aber eben ein Originales!) zerlegt sich und die Steuerkette rutscht über. Das Originale Rad ist aus Aluminium mit Kunststoffbeschichtung. Die Beschichtung wird über die Jahrzehnte brüchig und platzt ab. Kann man evtl. über die Öffnung der Benzinpumpe prüfen. Passiert meist von jetzt auf gleich, also meist beim Starten.
Wenn der Zustand der Steuerkette (und der Zahnräder) unbekannt ist, empfiehlt sich prophylaktisch das Kettenset zu erneuern. Ist an einem Nachnittag gemacht, wenn alles vorhanden ist.

Festgegammelte Zündverteiler kommen schon mal vor, WD40 hilft meist, der Trick ist einwirken lassen und öfter nachsprühen. Etwas Gewalt (mit Hirn eingesetzt) ist aber trotzdem nötig.

Gruss
Theo
mussTangen70
Beiträge: 55
Registriert: Fr 5. Mär 2021, 21:03

Re: Zündungsproblematik?

Beitrag von mussTangen70 »

Aha, vielen Dank!
Nochne Frage, Sorry bin noch noch nicht so drin in der Materie: Bei der Suche nach OT ist es doch dann egal, ob Arbeitstakt oder Auslasstakt, bei Ot müssten die Markierungen immer zum Zeiger passen, da Viertakt. Sehe ich das richtig?
Zündungseinstellung hat ja ganz gut gepasst bis zum Umbau auf elektronische Zündung, war keine plötzliche Veränderung vorher wahrnehmbar.
Werde jetzt mal OT suchen und dann weitersehen.

Gruße Harald
Antworten

Zurück zu „Technik“