ich melde mich mal wieder nach der Winterpause zurück und möchte einmal mein aktuelles Problem mit meinem Vergaser und dem Motorlauf schildern und eure Einschätzung dazu hören.
Vor knapp drei Jahren hatte ich schonmal Probleme mit dem Motorstart nach der Winterpause und hatte mir daraufhin einen "neuen" Vergaser bei Rockauto bestellt.
Eckdaten zum neuen Vergaser:
Autolite 2100, Venturi 1.14 (remanufactured, Code C5ZF)



Der Wagen hat vor einer Woche ohne Mängel oder Bemerkungen neuen TÜV bekommen. Deshalb und noch zum Ölwechsel und Vergaser einstellen war er in der Werkstatt.
Bereits vor dem Werkstattbesuch gab es jedoch Probleme im Motorlauf, die sich danach eher verschlechtert haben (beschrieben im "Fehlerbild" Abschnitt).
Der Wagen stand über den Winter und wurde nicht bewegt.
Vor ca. drei Wochen habe ich ihn bereits einmal warmgefahren – auch dabei ist der Motor beim Gasgeben nach dem Bremsen (z. B. an einer Kreuzung) ausgegangen.
Fehlerbild nach Winterpause:
Kaltstart:
- Motor springt schlecht an (orgelt länger)
- vor dem Start betätige ich das Gaspedal 1–2 Mal
- läuft dann zunächst mit erhöhter Drehzahl
- stirbt nach kurzer Zeit im Leerlauf oft ab
- lässt sich nur mit Gas am Leben halten
Fahrbetrieb:
- Konstantfahrt (z. B. 50–80 km/h) unauffällig
- Problem tritt vor allem in folgenden Situationen auf:
- bremsen → rollen → wieder Gas geben
- nach Kurven / Abbiegen
→ Motor geht dabei häufig direkt aus oder verschluckt sich stark
Beim Rangieren mit etwas Gas ist das Verhalten weniger auffällig
Warmbetrieb:
Motor läuft stabiler, aber Verhalten beim Übergang (Leerlauf → Gas) bleibt problematisch
Dann der Werkstattbesuch:
Folgende Dinge wurden geprüft / gemacht:
- Vergaser grob eingestellt
- CO-Wert gemessen (laut Aussage nicht passend)
- Starterklappe (Choke) überprüft / weiter geöffnet (hing wohl)
- allgemeine Beurteilung Motorlauf
Aussage der Werkstatt:
- Motor läuft insgesamt „zu fett“, besonders im oberen Bereich
- Leistung sei zu gering
- Vermutung: möglicher Defekt der Nockenwelle
Ein detaillierter Diagnosetermin ist in einigen Wochen geplant. Ich bin aber noch am Überlegen, ob dieser Termin Sinn macht.
Wichtiger Punkt:
Nach den Einstellarbeiten in der Werkstatt läuft der Motor subjektiv schlechter als vorher, insbesondere im Übergang nach dem Rollen.
Eigene Prüfung:
- Beschleunigerpumpe geprüft → beide Düsen spritzen sichtbar und gleichmäßig ein (Youtube Link)
- Ölstand i. O.
- Vergaser mittlerweile ausgebaut
Aktueller Plan:
- Vergaser komplett zerlegen
- reinigen (Kanäle, Düsen etc.)
- Rebuild Kit verbauen (inkl. Beschleunigerpumpe, Dichtungen, Nadelventil, Benzinfilter) - Bei Rockauto schon bestellt
- neuen Schwimmer einsetzen
- anschließend Grundeinstellung vornehmen
Links zu meinen Youtube-Videos dazu
- Motorlauf: https://youtu.be/X6z3sLBNWH8
- Benzinversorgung: https://youtube.com/shorts/virENLRMqHY?feature=share
Und nun ganz wichtig: Die Fragen an euch:
- Passt das Fehlerbild eurer Erfahrung nach eher zu einem Vergaser-/Übergangsproblem?
- Ist die Vermutung „Nockenwelle“ in diesem Zusammenhang plausibel?
- Gibt es typische Schwachstellen beim Autolite 2100, die genau dieses Verhalten verursachen?
Ich freue mich über jede Einschätzung.
Danke euch!










